Worauf kommt es bei einem Retreat an? Mehrwert, Mehrwert, Mehrwert

Worauf kommt es bei einem Retreat an? Mehrwert, Mehrwert, Mehrwert

Retreats gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Das hat nicht nur gute Seiten. Denn die Zeiten, in denen es ausgereicht hat, ein paar Flyer auszulegen, um die Retreatpätze zu füllen sind lange vorbei. Worauf kommt es also bei einem Retreat an? Was ist das Wichtigste, um auch in der heuteigen Zeit noch genug Teilnehmer für dein Retreat zu finden? Das ist die Frage, die wir in diesem Beitrag beantworten .

Wie sieht der Retreatmarkt im Moment aus?

Retreats sind in aller Munde. Egal ob Yoga, Pilates, TaiChi, Lifecoaching, Teambuilding, Regeneration, Ernährung, Wellness, Mindfulness…. Kein Thema, zu dem es Beratung, Training und Lehrgänge gibt, das nicht auf einem Retreat behandelt wird.

Das macht auch durchaus Sinn. Gar keine Frage. Aber es bedeutet, dass du dich mit deinem Retreat nicht alleine bist. Es wird immer eine Vielzahl anderer Retreats geben, die sich im Wesentlichen mit dem gleichen Thema befassen, wie du. Woher kommt das? Natürlich daher, dass sich herumgesprochen hat, dass man mit einem Retreat gutes Geld verdienen kann. Welcher Coach oder Trainer möchte also nicht einen Teil vom Kuchen abhaben.

Leider ist es mittlerweile so, dass sehr viele Retreats von den Coaches abgesagt werden müssen, weil sich nicht genug Teilnehmer angemeldet haben. Das ist schlecht für die Teilnehmer, die schon gebucht haben. Es ist schlecht für den Coach und es ist schlecht für die Unterkunft und alle anderen Unternehmen und Dienstleister, die ihre Kapazitäten für da Retrat geblockt hatten und dann plötzlich ohne Auftrag dastehen. Dieser Trend hat auch dazu geführt, dass mittlerweile einige Unterkünfte Anfragen für Retreats schon gar nicht mehr annehmen oder Dienstleister eine sehr hohe nicht erstattbare Anzahlung verlangen, wenn es um Retreats geht.

Das Angebot an Retreats ist einfach größer geworden, als die Nachfrage. Wie kannst du also dafür sorgen, dass es dir nicht so ergeht, wie vielen anderen Retreatleitern? Wie stellst du sicher, dass dein Retreat auch die notwendige Anzahl an Teilnehmern erhält und dass deine Retreats dauerhaft ein Erfolg für alle Beteiligten werden?

Realistisch sein

Viele grundsätzliche Tipps haben wir schon in anderen Beiträgen gegeben. Diese stammen alle aus der Rubrik “sei realistisch”. Denn das ist für die Planung des Retreats das Wichtigste.

  1. Unterschätze nicht den Planungsaufwand.
  2. Unterschätze nicht den Betreuungsaufwand vor Ort.
  3. sichere dich ab.
  4. Konzentriere dich auf deine Kernkompetenzen.
  5. Gib die Verantwortung für das Setting und die Durchführung aller peripheren Aufgaben an einen Experten ab.
  6. Achte auf die richtige Atmosphäre.
  7. Sei dir frühzeitig sicher, mit wievielen Teilnehmern du rechnen kannst.
Dies sind jedoch alles Tipps, die die Planung und Vermarktung betreffen und im Grunde sind es alles Themen, bei denen sun & soul dir hilft. Die wichtigste Frage für dich ist aber, wie stelle ich sicher, dass es überhaupt eine Nachfrage nach meinem Retreat gibt?

Warum sollte ein Gast ausgerechnet an deinem Retreat teilnehmen?

Die Regeln der Marktwirtschaft sind einfach: Wenn du ein Produkt anbietest, bei dem es mehr Nachfrage als Angebot gibt, wirst du dein Produkt vermarkten können. Wenn es mehr Angebot als Nachfrage gibt, kauft bei dir keiner. Die einzige Chance, die du hast, bei einem Angebotsüberhang Teilnehmer für dein Retreat zu finden, besteht darin, den Preis zu senken.

Du befindest dich dann sehr schnell in einer Abwärtsspirale aus einem niedrigen Preis, einhergehend mit der Notwendigkeit Programmpunkte zu streichen oder bei der Unterkunft zu sparen. Das führt dazu dass deine Teilnehmer nicht mehr bereit sind den aufgerufenen Preis zu zahlen, weil es eben andere Angebote gibt, bei denen zum Gleichen Preis mehr geboten wird, oder bei dem es den gleichen Inhalt zu einem günstigeren Preis gibt etc.

Am Ende verdient keiner mehr Geld und die meisten Retreatleiter geben entnervt auf.

Diese Situation musst du unbedingt vermeiden.

Zu Glück sind Retreats etwas, für das Teilnehmer gerne bereits sind einen hohen Preis zu zahlen, wenn das Angebot gut ist.

Du musst dich deshalb unbedingt von der Masse des Einheitsbreis von Retreats abheben, die nur über einen Preiskampf funktionieren können. Du musst Gründe liefern, weshalb die Teilnehmer genau dein Retreat buchen und kein anderes.

Es gibt nur drei Möglichkeiten, wie du das schaffen kannst.

  1. Mehrwert
  2. Mehrwert
  3. Mehrwert

"Yoga und ein Saft machen kein Detox"

Nazir Sacoor, CEO der Wellness Hotelkette Longevity Worldwide hat es im Rahmen seines Vortrages auf der “Algarve Torusim Conference 2019” gut auf den Punkt gebracht.

“Yoga each day and a juice don’t make it detox”

Entscheidend bei einem Retreat ist, dass du deinen Teilnehmern etwas mitgibst, von dem sie langfristig, auch über das Ende des Retreats hinaus profitieren können. Wenn du ein Detox Retreat veranstaltest, müssen deine Klienten nach dem Retreat wissen, wie sie sich selber so ernähren können, dass sie gesund bleiben.

Wenn du ein Ayurveda Retreat veranstaltest, müssen deine Gäste nach dem Retreat wissen, was sie langfristig anders machen können, damit es ihnen weiterhin gut geht.

Du musst deinen Teilnehmern einen Mehrwert bieten. Dein Retreat muss ganz klar eine spezifische Frage adressieren und darauf eine Antwort liefern. So setzt du dich von der Masse ab. So verhinderst du, dass du ein Retreat, wie 1000 andere organisierst und so entkommst du dem Strudel aus Preissenkungen und Teilnehmerschwund.

Welches Problem löst du auf deinem Retreat?

Bei sun & soul stellen wir deshalb immer zuerst die wichtigste aller Fragen: Welches Problem löst du auf deinem Retreat?

Auf diese Frage musst du eine glasklare Antwort haben. Wenn du jetzt noch keine Antwort hast, kein Problem: Denke darüber ruhig etwas nach. Sobald du eine Antwort hast, können wir in die Planung einsteigen.

Aufbauend auf der Beantwortung dieser Frage können wir die perfekte Location, das richtige Catering und das perfekte Rahmenprogram von den Ausflügen bis zu Wellnesseinheiten planen.

Die Vermarktung des Retreats wird so um Längen einfacher. Denn was du anbietest ist mehr als nur ein Urlaub mit Yoga und Halbpension. Du leitest ein Retreat. Bei deiner Reise nehmen die Teilnehmer etwas für die Zukunft mit. Du bietest einen echten Mehrwert. Deshalb sind die Teilnehmer auch bereit eine Teilnahmegebühr zu zahlen, die dem Wert der Reiseleistungen entspricht und die dein Coaching ausreichend honoriert.

Zusammenfassung

Ein Retreat zu vermarkten ist nicht schwer, wenn es sich um mehr handelt, als einen reinen Urlaub mit ein bisschen Yoga.

Biete deinen Gästen einen Mehrwert. Adressiere ein klar definiertes Problem und hilf deinen Teilnehmern dieses zu lösen oder eine Antwort darauf zu finden. Konzentriere dich auf deine Gäste und stelle sicher, dass sie einen langfristigen Nutzen von der Teilnahme am Retreat haben. Lagere die Verantwortung für alles andere von der Planung, Organisation bis zur Durchführung an einen Dienstleister aus. (Wir von sun & soul helfen dir gerne dabei) Dann wirst du keine Schwierigkeiten haben, die Plätze deines Retreats zu vermarkten.

Wie siehst du das?

Hast du bereits Retreats veranstaltest, die sich nicht gut vermarkten ließen? Hast du schon einmal ein Retreat stornieren müssen, oder waren deine Retreats immer gut gefüllt und konntest du einen angemessenen Preis aufrufen?

Teile uns deine Erfahrungen mit.