Rechtliche Hürden bei der Planung und Durchführung von Retreats (II)

Rechtliche Hürden bei der Planung und Durchführung von Retreats (II)

In Teil 1 Rechtliche Hürden bei die Planung und Durchführung von Retreats (I) sind wir auf die Probleme die mit der Organisation und Planung eines Retreats einhergehen eingegangen. Natürlich haben wir auch entsprechende Vorschläge parat, wie du diese lösen kannst.

 

Lösung der rechtlichen Hürden bei Retreats

Viele Retreat-Reisen werden ohne den gesetzlich vorgeschriebenen und sinnvollen Versicherungsschutz und Beachtung steuerlicher und gewerblicher Richtlinien durchgeführt. Dies liegt in sicherlich nicht wenigen Fällen daran, dass die Leiter des Retreats, die sich mit viel Einsatz und Hingabe um die Organisation gekümmert haben, schlichtweg die rechtlichen Aspekte übersehen haben. Wer kann denn auch schon ahnen, dass man sich durch das Organisieren einer Reise für eine kleine Gruppe auf dasstreng reglementierte Terrain des Reiseveranstalters begibt und somit eine ganze Reihe steuerlicher, haftungsrechtlicher und versicherungstechnischer Aspekte relevant werden?

 

Die schlechte Lösung: Augen zu und durch

Die einfachste Lösung für die Problematik ist leider auch die Schlechteste. Du organisierst dein Retreat “unter der Hand”. Du kennst alle Teilnehmer schon aus dem regelmäßigen Training oder den Sitzungen. Ihr versteht euch gut und man vertraut sich. Da liegt es nahe, dass die Coaching-Reise als private Tour unter Freunden geplant wird. Es wird ja schließlich schon nichts passieren, ist die Konsensmeinung. Und wo kein Kläger, da kein Richter.

Dieses Vorgehen ist leider allerdings genauso riskant wie strafbar.

Was passiert, wenn sich ein Teilnehmer auf der Reise durch Verschulden eines Dritten verletzt? Auf einer Wanderung bricht der schlecht gewartete Walkingstock eines Teilnehmers des Retreats. Der Teilnehmer stolpert, er stürzt und verstaucht sich das Handgelenk. Das ist keine große Sache, denkt ihr euch. Leider sieht das die Krankenkasse des Reisenden etwas anders. Die Haftpflichtversicherung des Anbieters der Wandertour sei für die Übernahme der Kosten der Röntgenaufnahme verantwortlich, so die Argumantation. Schließlich ist der Schaden auf das Verschulden dieses Anbieters zurückzuführen. Plötzlich ist die Stimmung in der Gruppe vielleicht nicht mehr so gut. Denn der verletzte Teilnehmer möchte sich den langen und ungewissen Weg einer Klage im Ausland vermutlich nicht antun. Das Gesetz unterstützt den Geschädigten hier. Der Reiseveranstalter haftet auch für Dritte. Eine Klage könnte dich als Organisator in dieser Situation nicht nur zur Zahlung der Kosten der medizinischen Versorgung zwingen, sondern es droht zudem auch ein Bußgeld wegen nicht angemeldeter Reiseveranstalter-Tätigkeiten und wegen Missachtung der Versicherungspflicht.

Das Ignorieren der bestehenden Verpflichtungen für Anbieter von Retreats ist deshalb keine Lösung!

Unser Tipp:

Stelle immer sicher, dass du allen rechtlichen Verpflichtungen im Zusammenhang mit dem Anbieten eines Retreats nachkommst. Nur so kannst du das Retreat mit einem reinen Gewissen anbieten, gut schlafen und fachlich für deine Teilnehmer voll und ganz zur Verfügung stehen!

 

Die umständliche Lösung: Werde Reiseveranstalter und kümmere dich um alles

Wenn es keine Lösung ist, die Verpflichtungen eines Reiseveranstalters zu ignorieren und zu hoffen, dass alles gutgeht, bleibt dir als Leiter eines Retreats keine andere Wahl, als dich den Hürden zu stellen und dafür zu sorgen, dass du alle Anforderungen erfüllst.

Du wirst also beim Gewerbeamt deine Tätigkeit als Reisveranstalter eintragen lassen. Zudem schließt du für die von dir organisierten Reisen eine Reiseveranstalter-Haftpflichversicherung ab und du kommst auch deiner Verpflichtung nach eine Reiseveranstalter-Insovlenzversicherung abzuschließen, so wie es das Gesetz verlangt.

Nachdem du diese bürokratischen Hürden genommen hast, gehst du los und planst die gesamte Reise von A-Z selbst. Du suchst eine passende Location, in der auch ein geeigneter Platz für die Coachingeinheiten / das Training in angemessener Atmosphäre vorhanden ist. Du findest eine praktikable Möglichkeit, die Verpflegung der Teilnehmer während des Retreats in der gewünschen Weise sicherzustellen. Du überlegst dir, welche Ausflüge du mit welchem Anbieter durchführen möchtest. Und auch alle anderen Nebenleistungen werden von dir in Eigenregie geplant und organisiert.

Das ist ein ziemlich großer Aufwand für eine Reise, die doch eigentlich auch für dich als Leiter etwas Entspannung und Spaß bringen soll. Und statt dich um das fachliche Thema der Reise zu kümmern und dich voll und ganz auf die Coachingeinheiten zu konzentrieren, bist du plötzlich nur noch damit beschäftigt, den reibungslosen Ablauf zu überwachen und zu organisieren.

Dieser Lösungsweg ist deshalb zwar eine technisch saubere Möglichkeit deinen Verpflichungen gegenüber den Behörden und deiner Teilnehmer gerecht zu werden, er ist aber auch höchst anstrengend und kraftraubend.

Unser Tipp:

Versuche nicht alles alleine zu machen. Dieser Weg wäre sehr kraftraubend und zeitintensiv. Konzentriere dich auf deine Kernkompetenz und stelle sicher, dass die Teilnehmer deines Retreats von dir als Coach / Trainer / Lehrer profitieren.

 

Plan B: Kümmere dich um alles, aber lass jeden Teilnehmer alles selber buchen

Alternativ ist es theoretisch denkbar, dass jeder Teilnehmer des Retreats alle Elemente der Reise auf eigene Rechnung bucht. Dies scheitert aber in der Praxis schon in der Regel daran, dass der Eigentümer der gewählten Location nicht das Risiko und den Aufwand tragen möchte, dass jedes Zimmer einzeln vermietet wird. Für den Anbieter der Unterkunft stellt sich dann nämlich auch wieder die Frage, wer bei eventuellen Problemen Ansprechpartner ist und im Zweifel haftet. Das Retreat verkommt so zudem schnell zu einem Rumpfmodell, bei dem keinerlei Sonderleistungen angeboten werden können, weil dies immer in der Gruppe einstimmig beschlossen werden muss und jeder Teilnehmer dann einzeln seinen Anteil zu buchen hat.

 

Die beste Lösung: Lass einen spezialisierten Reiseveranstalter dein Retreat organisieren.

Zum Glück gibt es auch noch den dritten Lösungsweg, der dich von den Strapazen und Hürden der Organisation befreit. Reiseveranstalter verbringen den ganzen Tag damit, die besten Angebote zu finden und sie haben Spaß daran, dies für dich zu tun.

 

Vorteile der Kooperation mit einem Reiseveranstalter

Spezialisierte Reiseveranstalter verfügen nicht nur über die rechtlichen Voraussetzungen Retreats organisieren zu können, sie können bei der Planung auch auf ihre Erfahrung und ihr Netzwerk zurückgreifen. Über dieses Netzwerk bekommst du sehr viele Leistungen nicht nur schneller und komfortabler als wenn du sie selber organisieren würdest, in vielen Fällen steht dir die einzelne Leistung auch günstiger zur Verfügung, wenn diese über einen Reiseveranstalter organisiert wurde.

Der Reiseveranstalter nimmt dir auch die Zahlungsmodalitäten mit deinen Gästen ab. Denn die Teilnehmer buchen die Reise direkt beim Veranstalter. Weil du als Coach / fachlicher Leiter nicht als Reiseveranstalter auftrittst, erhältst du vom Veranstalter lediglich das vereinbarte Honorar für die Reise. Dadurch schonst du deine Umsatzhöhe, was besonders für Kleinunternehmer von entscheidender Bedeutung ist.

Vor während und nach dem Retreat ist der Reiseveranstalter dein Ansprechpartner für alle Fragen rund um das Retreat. Statt dich also mit dutzenden von Serviceanbietern befassen zu müssen, mit jedem einzelnen Zahlungsmodalitäten, steuerliche Fragen und Fragen zu Art und Umfang der zu erbringenden Leistung zu klären, bekommst du einen einzigen Ansprechpartner, der dir alles aus einer Hand bietet.

Selbstverständlich ist der Reiseveranstalter auch in der vollen Verantwortung für Beschwerden der Teilnehmer.

Kurz gesagt: Durch die Zusammenarbeit mit einem Reiseveranstalter wirst du von allen Problemen und Schwierigkeiten rund um die Organisation deines Retreats befreit und hast den Kopf frei, um dich voll und ganz auf die fachliche Leitung des Retreats und die Zufriedenheit deiner Teilnehmer zu konzentrieren.

Unser Tipp:

Spare Zeit und Geld, schone deine Nerven und sorge für ein rundum gelungenes Retreat, indem du dich voll und ganz auf die fachliche Leitung des Retreats konzentrierst. Versuche nicht das Rad neu zu erfinden. Spezialisierte Reiseveranstalter ermöglichen es dir, das perfekte Retreat für dich und deine Teilnehmer zu planen.

 

Worauf solltest du bei der Auswahl des Reiseveranstalters achten?

  1. Reiseversanstalter bieten dir Zugang zu ihrem Netzwerk. Achte deshalb darauf, dass der von dir gewählte Veranstalter so präzise wie möglich auf den von dir gewünschten Ort und das von dir angebotene Thema spezialisiert ist. Nur so bekommst du Zugang zu den von dir gewünschten Dienstleistungen in herausragender Qualität zu einem guten Preis.

    sun & soul ist spezialisiert auf Retreats an der Algarve. Hier planen wir dein Retreat an Europas beliebtesten und vielfältigsten Reiseziel für Retreat-Reisen.

  2. Jedes Retreat ist anders und nur eine individuelle Planung ermöglicht ein gelungenes Retreat, bei dem sich alle Teilnehmer gut aufgehoben fühlen. Achte also darauf, dass dir keine Standardpakete angeboten werden.

    sun & soul plant dein Retreat individuell im engen und direkten Austausch mit dir, so dass deine Wünsche und Vorstellungen zu 100% umgesetzt werden.

 

Planst du ein Retreat?

Dann stelle uns jetzt eine unverbindliche und kostenlose Anfrage. Wir von sun & soul beraten dich gerne zu unserem Angebot und unterstützen dich bei der Planung und Organisation deines Wunsch-Retreats.

sun & soul löst für dich die rechtlichen Hürden bei der Organisation deines Retreats

Als Reiseveranstalter kümmern wir uns um alle rechtlichen Fragen rund um das Retreat und sorgen dafür, dass du als fachlicher Leiter nicht in der Haftung stehst. Plane jetzt dein Retreat mit sun & soul und konzentriere dich voll und ganz auf dein Fachgebiet.
Unser Full-Service Angebot macht es dir leicht und deinen Gästen bequem.

Schreibe einen Kommentar